Armut und Studenten, wie das zusammenpasst

Armut und Student sein, das passt in Deutschland nicht zusammen. Zumindest nicht in dem Ausmaß wie es mich gerade beschäftigt. Ich habe hier in Deutschland studiert, hatte immer sämtliche Nebenjobs gleichzeitig, um über die Runden zu kommen. Als es richtig knapp war, bin ich Blutplasma spenden gegangen, zeitweise, alle drei Tage. Die Narben in den Armbeugen habe ich immer noch. Ich habe es gehasst, aber die Situation gab gerade nichts anderes her, um jemanden anzupumpen war ich zu stolz. Wenn ich mir die Male anschaue, auch nach zehn Jahren noch, erinnere ich mich, wie arm und verzweifelt ich mich damals gefühlt habe. Wirklich verflucht habe ich es, dort mehrmals die Woche von einer Maschine ausgepumpt zu werden, dann mit zimmerkalter Kochsalzlösung wieder vollgepumpt zu werden. Zwischendrin gab es in die Vene immer irgendein Zitronenzeugs wegen der Blutgerinnung, das habe ich dann bitter auf der Zunge geschmeckt. Eklig und degradierend. Mal Blutplasma zu spenden hat sicher etwas Heldenhaftes, es als Nebenjob zu betreiben gab mir ein schlechtes Gefühl. Aber ich war auch stolz, das ich diese Zeit meistere, es allein schaffe, einen prima Abschluss hinlege und zwar zeitnah, dann durchstarte. Alles nur eine Phase, um letztendlich zu gewinnen. So war es auch. Weiterlesen

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Mombie? Schläfst Du ein, wenn die Ampel rot ist? Es gibt Rettung!

Kaffeerausch, Kaffeedröhnung, volle Ladung Kaffee j.e.d.e.n Tag! War nie ein Kaffeevernichtungsmonster, hab Kaffee aus Geselligkeit getrunken, zum Kuchen, als Genussgetränk. Seit Kind Nummer zwei geht´s nur noch um Masse, Koffein immer voll rein da! Dann kam noch Amerika dazu, Konsum nicht in Tassen, sondern in Litern. Status jetzt: Hoffnungsloser Kaffeejunkie mit Hang zur Zittrigkeit.

Mit zwei Kindern, da spielt es auch keine Rolle, ob es Kaffee oder Tee ist, wird das Getränk der Sucht zum Gesöff der Kaltabgestandenheit. Naaa? Wer erkennt sich darin wieder? Gerne auch die Workaholics, die im Flow alles um sich rum vergessen, na gut, dann trinke ich es halt kalt. Hmm, könnte ja ein bissel Milch im Micro warm machen und draufkippen. Hjamm, lecker, kenn ich, hab ich alles völligst selbstlos getestet. Ist keine echte Option, auch nicht für nen Mudda-Zombie.

Mombie-Selfies vorm und während des ersten halben Liter Kaffees Weiterlesen

Krispy Kreme wird deutsch!!!

Mein Traum könnte wahr werden! Krispy Kreme, meine ganz, ganz, ganz schlimme Sucht aus unserer Kalifornienzeit („Was faselt die Alte denn da von Krispy was???“ kurz hier klicken oder auch hier) wird deutsch! Familie Reimann hat die amerikanische Kette Krispy Kreme Doughnuts für 1,35 Milliarden Euro gekauft. Weiterlesen

Jetlag

Jetlag heißt am Rande von allem leben wie alle anderen leben. Wir führen eine mikrokosmische Parallelwelt. Ich für mich alleine bin immer super mit einem Jetlag klar gekommen. Man hat einen bis zwei durchnächtigte Tage, zieht das mit Kaffee und Konsequenz durch, fertig. Angekommen in der Welt, in der alle anderen auch leben. Mit zwei Kleinkindern gestaltet sich das komplett anders. Entweder ist der eine wach oder der andere, man selbst ist immer wach – Tag wie Nacht. Wenn ich Milan einfach alleine lasse, weil ich zwar körperlich anwesend, aber mit dem Kopf auf der Tischplatte eingeschlafen bin, wache ich von lautem Gepolter auf: der Kleingroße ist so stark und agil, dass er den Mülleimer mit Kaffeesatz, voll gedonnerten Windeln und allerlei anderen Herrlichkeiten umgeschmissen hat und genüsslich drin herumwühlt. Weiterlesen

Die eigenen vier Wände

Mein Mann hat es ganz wunderbar zusammengefasst: der eigene Muff ist doch der Beste! Weiterlesen

good bye america

Mein halbes Jahr in ein paar Bildern. So rasend schnell ist die Zeit davon galoppiert und so aufregende Sachen habe ich erlebt! Weiterlesen

Zur Erinnerung an die Kehrseite

In dieser ganzen wunderschönen kalifornischen Zeit gehörten diese Bilder auch zu meinem Alltag. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie bedrückend es sich im Bauch anfühlt, das jeden Tag in Massen zu sehen: Homeless suchen sich einen Platz in der Stadt, in der Sonne zum Aufwärmen, im Schatten zum Kühlen, im Zelt für die Privatsphäre und den vermeintlichen Schutz. Weiterlesen