Schon wieder Klapps

Und schon wieder ein lauter Klapps. Die sieben Fallen stehen erst seit zweieinhalb Stunden und ich war sogar noch unterwegs zum Einkaufen. Zweimal hat es jetzt schon laut KLAPPS gemacht. Ich denke mal, die sieben Mausefallen reichen keineswegs und sind bis heute Abend voll. Dann gammeln die Mäuschen noch bis Freitag vor sich hin. Unter anderem unterm Backofen, wo jetzt ständig Plätzchen gebacken werden. Mäusefriedhof und Mäusekrematorium. Ich überlege gerade, ob sie mir lebend dann nicht doch lieber sind.

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Klapps

Oh. Klapps hat es gerade gemacht. Erste Maus ist wohl tot.

Der Mäusefänger war da. Natürlich just in dem Moment, wo Milan und ich eingeschmiert sind mit Möhrenbrei, meine Spaghetti Bolognese auf dem Tisch steht und Malea eine enorme Stinkbombe in die Windel gesetzt hat. Ein trauriger Blick auf meine kalt werdende Pasta  und dann zeige ich dem Mäusefänger alles. Malea: „Mag die AA de Weihnachtsmann zeige.“ Sie denkt, der Mäusefänger ist der Weihnachtsmann. Ich übersetze dem netten Colby, so hat er sich mir vorgestellt. Nicht alles, dass er Tränen lacht.

Er hat einige Schlupflöcher nach draußen gefunden und sieben Fallen aufgestellt. Die Schlupflöcher wird er in einem dritten Termin nach Kostenvoranschlag bei unserer Vermieterin dicht machen. Am Freitag kommt die Pest Control wieder und sammelt die Fallen inklusive Mäuse mit Peanutbutter ein. Hier gibt’s Peanutbutter statt Käse. Hmmjammi.

 

Der Mausetot

In zwei Stunden kommt der Mäusefänger von Hameln, hier Pest Control oder so ähnlich genannt. Ich hab die kleinen schwarzen Mäuschen ja schon fast lieb gewonnen. Naja gut, die Köttel, die unterm Fuß kleben bleiben, begeistern nun nicht so. Ich sollte jedenfalls mal aufräumen und mich und die Kinder vorzeigbar pimpen. Wir sind schließlich eine Familie ohne Plätzchenkrümel und Marmeladenschnüssen und verstehen überhaupt nicht, warum hier mit uns Mäuse eingezogen sind (In Wahrheit sind wir vermutlich eine der wenigen Haushalte der kompletten Straße, wo ständig die Heizung läuft und jede Menge Essen zu Hause ist, weil ich viel koche und backe und wir nicht so oft essen gehen.).

Köttel auf’m Kissen

Langsam entsteht für mich ein Bild, das man hier in Amerika einfach anders lebt, als ich das bisher kenne. Es hat eher eine Art Zeltlagercharakter. So liege ich hier im Bett und stille Milan und entdecke prompt einen Mauseköttel auf meinem Kopfkissen. Das ist doch schon dreist. Die haben ihr Nest, ich meins. Eigentlich klare Verhältnisse. Weiterlesen

Dach über dem Mausekopf

Unser Nest scheint ein Dauerthema zu sein. Am Samstag ist in unserer Berliner Wohnung Besichtigung der Kaufinteressenten. Die wechselt ihren Eigentümer. Ab März rollen im Schrebergarten die Bagger. Wir haben hier erst letzte Woche den dritten Umzug hinter uns gebracht. Es ist sowohl bei uns als auch bei Malea die Rede vom Zuhause mit ihrer Freundin in Oakland, vom Zuhause mit dem Zitronenbaum, vom Zuhause mit dem Adventskalender, von Minkes und Nils Zuhause, vom Zuhause in Berlin, von Deutschland, wo ihre Berliner Freundin ist, vom Garten-Zuhause. Die Flohbude war kein Zuhause. So viele Zuhauses. Reiner widmet jedenfalls schon seit einigen Nächten seine Recherchetätigkeiten einem Zelt. Einem richtig großen.

Mitbewohner

Wir haben Mäuse. Zuerst im Gärkörbchen vom Brot entdeckt. Interessant.

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