Kinder im Kiez – der Marathon zur Betreuung

Kinderbetreuung? Das ist doch alles komplett, komplett verrückt hier in Berlin! Seit zwei Jahren stehen wir mit zwei Kindern, damals war das zweite Kind noch gar nicht geboren (!!!), auf 4 Wartelisten von verschiedenen KiTas. Bei einer Liste sind wir rausgeflogen, weil ich mich „nicht alle zwei Monate gemeldet und Interesse bekundet habe“ (Hä?! Ja, so ist das hier). Bei einer weiteren KiTa, bzw. einer Gruppe, mit zwei KiTas, bin ich von der Warteliste einfach verschwunden, obwohl ich dabei war und gesehen habe, wie unser Name eingetragen wurde. Ich hatte allerdings auch vier verschiedene Ansprechpartner in zwei Jahren.

Das System an sich ist schon ein Witz: Riesenmappe, mit Unterlagen beim Jugendamt einreichen, mit einmal komplett den gesamten Haushalt nackig machen, inklusive verrücktester Bestätigungen, Stempel usw. von Arbeitgebern. Also wirklich solch ein großer Stapel, dass ich einen extra großen große-Stapel-umfassenden-Briefumschlag kaufen musste. Dann ein Schrieb, was denn alles nachgereicht werden muss (ich musste einen Schrieb nachreichen, weil ich ein pdf aus dem Internet geladen und ausgefüllt hatte, auf dem inhaltlich exakt das drauf stand, was die wollten, es hatte aber eine etwas andere Aufteilung auf der Seite, wie das Exemplar, was sie dann nachträglich geschickt haben. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Jetzt regel das mal von Kalifornien aus…). Danach wird ein KiTa-Gutschein ausgestellt… Wartelisteneintragung bei sämtlichen KiTas… nach mündlicher Zusage KiTa-Gutschein zur KiTa… Vertragsunterzeichnung in der KiTa… vor KiTa-Antritt Arzttermin.

Jetzt überlegt mal, wie viele Leute daran beteiligt sind, das EIN Kind in der KiTa spielen gehen darf? Weiterlesen

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Armut und Studenten, wie das zusammenpasst

Armut und Student sein, das passt in Deutschland nicht zusammen. Zumindest nicht in dem Ausmaß wie es mich gerade beschäftigt. Ich habe hier in Deutschland studiert, hatte immer sämtliche Nebenjobs gleichzeitig, um über die Runden zu kommen. Als es richtig knapp war, bin ich Blutplasma spenden gegangen, zeitweise, alle drei Tage. Die Narben in den Armbeugen habe ich immer noch. Ich habe es gehasst, aber die Situation gab gerade nichts anderes her, um jemanden anzupumpen war ich zu stolz. Wenn ich mir die Male anschaue, auch nach zehn Jahren noch, erinnere ich mich, wie arm und verzweifelt ich mich damals gefühlt habe. Wirklich verflucht habe ich es, dort mehrmals die Woche von einer Maschine ausgepumpt zu werden, dann mit zimmerkalter Kochsalzlösung wieder vollgepumpt zu werden. Zwischendrin gab es in die Vene immer irgendein Zitronenzeugs wegen der Blutgerinnung, das habe ich dann bitter auf der Zunge geschmeckt. Eklig und degradierend. Mal Blutplasma zu spenden hat sicher etwas Heldenhaftes, es als Nebenjob zu betreiben gab mir ein schlechtes Gefühl. Aber ich war auch stolz, das ich diese Zeit meistere, es allein schaffe, einen prima Abschluss hinlege und zwar zeitnah, dann durchstarte. Alles nur eine Phase, um letztendlich zu gewinnen. So war es auch. Weiterlesen

Bester Spielplatz der Stadt – Teil 1: Der Wald

Spielplatz und nochmal Spielplatz und morgen auch wieder Spielplatz. Für mich, ganz ganz ehrlich, es gibt nichts Sterbenslangweiligeres als der Besuch auf dem Spielplatz. Wenn man sich die Eltern dort genau anschaut, ich bin da sicher nicht die Einzige zu Tode Gelangweilte. Gut das erste Jahr ging noch, da ist alles aufregend mit Kind. Aber jetzt in Jahr drei, puhhhhh, ööööde. Manch einer mag vielleicht nicht solch eine Aversion haben wie ich, Kinder sind in KiTa und man huscht am Nachmittag als Highlight zu Schaukel und Wippe. Das macht sicherlich Spaß. Ich als (mittlerweile bin ich mir des Wahnsinns bewusst) staying home mom, gehe gut und gerne den gesamten Vormittag auf den Spielplatz, um anschließend ebenfalls den gesamten Nachmittag auf dem Spielplatz zu verbringen. Montag, Dienstag, ach was machen wir Mittwoch, richtig auch Spielplatz usw.. Auch das Spielplatz-Hopping macht es nicht besser. Sand hier, Sand da, Klettergerüst da, Herzinfarkt fall da bitte nicht runter, ja toll gemacht…stöhn, es macht mir einfach nur mäßig Spaß. In Kalifornien hatte ich das Glück des ständig guten Wetters, die unsterbliche Spielplatz-Langeweile hat mich allerdings auch da überfallen und ich traf eine Entscheidung: so wenig wie möglich ebendiese Sandarenen zu besuchen.

Spielplatz mag in der Stadt zunächst als die leichteste und einfachste Lösung erscheinen. Ist man wie ich aber komplett genervt von der stressigen Gesamtsituation von diesen Spiel- und Fightarenen („Wuääää das ist aba meine Schaufel!!!“), kommt hier nun meine kleine Reihe an alternativen Vorschlägen! Tufftäää tufftääää tufftääää: Teil 1: Der Wald! Es ist so leicht! Das ist kaum zum Aushalten wie simpel das doch ist. Selbst eine kurze Autofahrt lohnt sich allemal. Vielleicht ist auch ein Park mit Büschen und Bäumen in der Nähe, das tut es auch.Plänterwald Berlin Ausflug Kinder

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Sommer im Körper: Lieblingsmusik – meine Top 10

Musik! Love love love it! Beflügelt, macht Spaß! Ist komplett individuell und jeder hat einen komplett anderen Geschmack und der ändert sich ja auch je nach Tagesform. Ich habe, einfach um mich besser kennenzulernen und Euch vielleicht den ein oder anderen netten Sommerabend zu bescheren, meine Top 10 meiner Lieblingslieder zusammengestellt! Teils alte Dinger, die ich schon ewig spitze finde, teils neue oder mittelneue Radiorenner hier in Berlin und aus Kalifornien. Diese Top 10 steht unter dem Motto “ Sommer im Körper, egal bei welchem Wetter.“

So, dann mal los: Zurücklehnen, durchklicken, mich und meine Mukke kennen lernen: Weiterlesen

Mombie? Schläfst Du ein, wenn die Ampel rot ist? Es gibt Rettung!

Kaffeerausch, Kaffeedröhnung, volle Ladung Kaffee j.e.d.e.n Tag! War nie ein Kaffeevernichtungsmonster, hab Kaffee aus Geselligkeit getrunken, zum Kuchen, als Genussgetränk. Seit Kind Nummer zwei geht´s nur noch um Masse, Koffein immer voll rein da! Dann kam noch Amerika dazu, Konsum nicht in Tassen, sondern in Litern. Status jetzt: Hoffnungsloser Kaffeejunkie mit Hang zur Zittrigkeit.

Mit zwei Kindern, da spielt es auch keine Rolle, ob es Kaffee oder Tee ist, wird das Getränk der Sucht zum Gesöff der Kaltabgestandenheit. Naaa? Wer erkennt sich darin wieder? Gerne auch die Workaholics, die im Flow alles um sich rum vergessen, na gut, dann trinke ich es halt kalt. Hmm, könnte ja ein bissel Milch im Micro warm machen und draufkippen. Hjamm, lecker, kenn ich, hab ich alles völligst selbstlos getestet. Ist keine echte Option, auch nicht für nen Mudda-Zombie.

Mombie-Selfies vorm und während des ersten halben Liter Kaffees Weiterlesen

Krispy Kreme wird deutsch!!!

Mein Traum könnte wahr werden! Krispy Kreme, meine ganz, ganz, ganz schlimme Sucht aus unserer Kalifornienzeit („Was faselt die Alte denn da von Krispy was???“ kurz hier klicken oder auch hier) wird deutsch! Familie Reimann hat die amerikanische Kette Krispy Kreme Doughnuts für 1,35 Milliarden Euro gekauft. Weiterlesen

Morgendliche Übelkeit

Haha! Veraa….t! War nur ein Eyecatcher! Nö, es ist kein dritter Chaosverbreiter im Anmarsch. Das erklärt sich anders: Gestern ist unsere neue Kaffeemaschine eingetroffen! Weiterlesen