Armut und Studenten, wie das zusammenpasst

Armut und Student sein, das passt in Deutschland nicht zusammen. Zumindest nicht in dem Ausmaß wie es mich gerade beschäftigt. Ich habe hier in Deutschland studiert, hatte immer sämtliche Nebenjobs gleichzeitig, um über die Runden zu kommen. Als es richtig knapp war, bin ich Blutplasma spenden gegangen, zeitweise, alle drei Tage. Die Narben in den Armbeugen habe ich immer noch. Ich habe es gehasst, aber die Situation gab gerade nichts anderes her, um jemanden anzupumpen war ich zu stolz. Wenn ich mir die Male anschaue, auch nach zehn Jahren noch, erinnere ich mich, wie arm und verzweifelt ich mich damals gefühlt habe. Wirklich verflucht habe ich es, dort mehrmals die Woche von einer Maschine ausgepumpt zu werden, dann mit zimmerkalter Kochsalzlösung wieder vollgepumpt zu werden. Zwischendrin gab es in die Vene immer irgendein Zitronenzeugs wegen der Blutgerinnung, das habe ich dann bitter auf der Zunge geschmeckt. Eklig und degradierend. Mal Blutplasma zu spenden hat sicher etwas Heldenhaftes, es als Nebenjob zu betreiben gab mir ein schlechtes Gefühl. Aber ich war auch stolz, das ich diese Zeit meistere, es allein schaffe, einen prima Abschluss hinlege und zwar zeitnah, dann durchstarte. Alles nur eine Phase, um letztendlich zu gewinnen. So war es auch. Weiterlesen

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good bye america

Mein halbes Jahr in ein paar Bildern. So rasend schnell ist die Zeit davon galoppiert und so aufregende Sachen habe ich erlebt! Weiterlesen

Aufbruch

Letzte Mahlzeit, versuchen Sauerteig Waldemar zu schmuggeln, alles packen, nichts vergessen…alles ist dabei: roter Campingstuhl, Kindertafel, Roller und Popodusche von Weihnachten, Limonadenglasgallone vom Zitronenbaum, ein Muffinblech, drei Kilo Nüsse, die tausender und fünfhunderter Packung Ibuprofen und Multivitamintabletten…alles in den drei Gepäckstücken, mit denen wir vor einem halben Jahr hierher gekommen sind. Alles drin.  Weiterlesen

Zur Erinnerung an die Kehrseite

In dieser ganzen wunderschönen kalifornischen Zeit gehörten diese Bilder auch zu meinem Alltag. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie bedrückend es sich im Bauch anfühlt, das jeden Tag in Massen zu sehen: Homeless suchen sich einen Platz in der Stadt, in der Sonne zum Aufwärmen, im Schatten zum Kühlen, im Zelt für die Privatsphäre und den vermeintlichen Schutz. Weiterlesen

Ocean Beach, Klappe die letzte

Heute früh von Kadi aus Berlin die Nachricht bekommen „Wetter ist ganz furchtbar hier. Es hagelt, regnet, schneit.“ Oh oh ohhh. Mit riesen, dicken Kopfschmerzen heute aufgewacht, die Bude sieht aus wie Sau, wir staksen zwischen gepackten Koffern, leeren Taschen, Müllsäcken voll und leer…

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Besser geht´s nicht

Hach ja, seufzen und nochmal hach ja sagen. Es ist doch schon sehr schön hier, v.a. mit einer so spitzen Menschenrunde, in der ich mich aufhalte! Weiterlesen

Cable Car in San Francisco

Übermorgen fliegen wir zurück! Geht gar nicht, dass wir nicht Cable Car gefahren sind!!! Ist das ein Monsterspaß! Weiterlesen