Aus dem Internetcafé + 1. Sicherheitstipp

So sieht das hier aus. Da hocke ich jetzt im Internetcafé, draußen wird sich lautstark über das bevorstehende Fußballspiel unterhalten, ununterbrochen brummt der Kopierer und das Radio düdelt rechts oben aus der Box. So schreibe und arbeite ich vom etwas zu niedrigen Barhocker am Fenster mit den Händen in Häschenhaltung auf der Tastatur. Natürlich sind diese wunderbaren Internetoasen mit Chai Latte und Knabberkeks für die Blogger bestimmt, die ihren eigenen liebreizenden Mac mitbringen und sich dort dann (mit Chai Latte und Knabberkeks in der Hand) nur noch ins W-LAN einwählen. Ich als gehacktes Wrack kann meinen Mac nicht benutzen, bin im Internetcafé bei Anrührcappuccino und erwische mich gerade in diesem Moment dabei, wie ich mit dem Finger über den Tisch streiche, weil ich das mit der Maus gar nicht mehr checke. Hahhhaaahahaaaa. Was Apple doch aus mir gemacht hat. Nur noch wischen und magic fluuuschhhh. Und dann funktioniert doch alles.

Der Status gehackt sein ist: Es funktioniert nichts.

Hier auch die offizielle Warnung an die Menschen, die hier vorbeischauen und mich wie meine zwanzig Jahre alten Mailadressen kennen und auf diese Mailadressen mit mir kommuniziert haben: Gaaaaanz schlecht. Mails löschen. Ich glaube zwar nicht, dass sich das unbedingt über Mails weiterverbreitet, trotzdem – sicher ist sicher. Meine absolut sichere Mailadresse ist diese hier vom Blog. Der ist nachwievor der heilige Gral. Unberührt gar jungfräulich.

Tröstlich: Bushido wurde auch gehackt.

Das hat mir zumindest eine Freundin mitgeteilt. Vielleicht bin ich ja doch ein Star und weiß es nur noch nicht. Jedenfalls ein Hoch auf die Familie! Dank meiner Tante kann ich nämlich gerade ohne Kinder ein wenig Cyberchaos aufräumen.

Herrlich wie mir der kalte Zigarettenrauch in die Nase weht. Immerhin, ich habe Tageslicht und sitze nicht im Hinterkämmerlein. Naja, nein im Ernst, eine ganz schlimme Spilunke von Internetcafé ist das hier nicht, habe vorher vom Handy aus Recherche betrieben. Der Bildschirm hat nur wirklich eine so interessante Auflösung und ist so dunkel, dass ich die Augen kneife. Vielleicht werde ich auch blind. Neiiiiin niiiiemals. Meine sommerlichen Strähnen haben auch nicht im Entferntesten mit grau werden zu tun.

Status der Passwörter

Der erholt sich langsam. Aber so fing mein Montagmorgen an: Zwei gehackte Mailadressen. Virenprogramm laufen lassen. Riesenschreck und Jackpot des Bösartigsten entdeckt. Vier handgeschriebene Seiten verschiedener Accounts in hinterlegter Mail, Sincherheitsfragen und Passwörtern geändert – vom alten Mac aus. Nicht mal einen halben Tag später waren eine gute handvoll dieser Passwörter wieder geändert! Bah! Ich habe erst an mir selbst gezweifelt, dachte an verschreiben oder vertippen. Ich habe es aber so deutlich notiert, es ist einfach nicht möglich. Sie wurden geändert. Zweiten Mac gescannt, nur Kleinigkeiten entdeckt, bereinigt. Und von diesem dann alle Accounts, Passwörter und Sicherheitsfragen nochmals geändert. Bis auf meinen Kalender und meine beiden Mailadressen konnte ich alles durch die neu hinterlegten Mailadressen zurückgewinnen. Aber das war wirklich eine Jagd. Mit tickender Uhr im Nacken. Und ich hab doch von nix eine Ahnung. Ein Thriller. Und die Deppen haben nicht gecheckt, dass bei mir nun sowas von gar nix zu holen ist. Vielleicht bin ich das Trainingslager, was weiß ich.

Erster Tipp sich zu sichern

Hier mein erster Tipp für Mac-Nutzer, die ja wie auch ich, glauben, dass Macs sicher sind. Prüft das mal, ob euer digitales Leben sicher ist. Es gibt einen kostenlosen Virenscanner, der wurde mir vom Profi (wirklich ganz echter Profi, der verdient damit sein gutes Geld, kein Garagenbastelschraubernerd) empfohlen, als erster Schritt. Sophos heißt der. Das hier habe ich benutzt (klick). Wenn man sorgfältig mit seinem Gerät umgeht, hat man da auch in der Regel nichts. Ich bin halt ein Honk und tat das nie.

Sophos scannt ewig lang das ganze System. Findet es etwas und es kommt Dir spanisch vor – da wird dann der Pfad angezeigt und wie die Datei heißt – auf bereinigen klicken. Dann ist aufgeräumt und Frühjahrsputz gemacht. Bei mir konnten bei diesem Punkt schon einige merkwürdige Dateien nicht bereinigt werden. Und manuell habe ich unter dem bezeichneten Pfad nichts gefunden, der Bösewicht hat sich getarnt…

Weitere Tipps folgen. Ich muss mich jetzt nur erstmal noch weiter um mein Cyberchaos kümmern.

 

7 Gedanken zu “Aus dem Internetcafé + 1. Sicherheitstipp

  1. „Bushido wurde auch gehackt …“. Höhöhö! Jetzt seid ihr zwei quasi Kumpels! :-)))

    Zum Apple-Status oder so: Ich hatte kürzlich ein Foto aus meiner Abizeit in der Hand und habe tatsächlich diese Aufschiebbewegung mit Zeigefinger und Daumen gemacht, weils mir zu klein und unscharf wurde. Es wurde nicht größer! 😉

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  2. Gehöre auch zur Wisch-und-Magic-Fluuuuuush-Fraktion. Hätte ich als überzeugter Büro-Mouse-Nutzer niemals für möglich gehalten.
    Weiterhin viel Erfolg bei Deinen Bereinigungsaktionen.
    O Gott, o Gott, hoffentlich passiert mir das niemals.

    Gefällt 2 Personen

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