Bester Spielplatz der Stadt: Teil 3 – Der Baumarkt

Ordentlich dröpselig ist das Wetter. Mein ekelhafter Aktionismus kennt dennoch keine Grenzen. Spielplatz kommt mit Dröpseln nicht in Frage, ich muss meine gute Laune ja nicht allzu sehr auf die Belastbarkeitsprobe stellen. Indoor-Kinderspielehöllen… ist eben höllenartig, oft überteuert und mit schlechtem Anrührcappuccino bestückt. In meiner Bester Spielplatz der Stadt-Reihe (Teil 1 klick, Teil 2 klick) stelle ich nun ein absolutes Dröpsel-Highlight vor: Der Baumarkt!

Ich brauchte nur eine Glühbirne. Natürlich hätte ich auch in den Supermarkt fahren können. Aaaaaber der Baumarkt ist doch für Groß und Klein ein Highlight (wenn man nicht gerade Beratung und Service sucht, klar). Ich wusste, welche Glühbirne ich brauchte, keinerlei Hindernisse in Form von Stresshürdenspringen also.

Welche Abenteuer gibt´s bei uns im Baumarkt?

Es beginnt mit einem wahnsinnig kinderfreundlichen Gefährt! Zwei Kinder, zur Not auch ein drittes finden darin Platz!Antispielplatz BaumarktDas muss man in Deutschland erstmal finden: Einen Einkaufswagen mit zwei Kindersitzmöglichkeiten, komplett unmöglich! Hier herrscht beim Konsumieren Einkindpolitik. Zwillinge oder gar mehr sind direkt verboten oder sollen gefälligst schreiend im Auto bleiben. Keine Ahnung wie sich Supermärkte und Co. das in der Regel vorstellen. Das alle Geschwisterkinder einen ausreichenden Altersabstand haben, damit der eine schiebt, der andere fährt oder wie? Oder man geht mit Kleinkindern halt nicht Konsumieren. Auch eine „wirtschaftliche“ Lösung.

Das Gefährt hier bereitet beiden jedenfalls enorm Spaß, mir entsprechend auch anschnallen, hupen, lenken, alles zur Beschäftigung an Bord. Ich finde in der Zeit ganz gemütlich meine Glühbirne, während von Kinderseite laut gebrummt und gefahren wird.

Zweites Abenteuer: Tiere

Wie im Zoo kreucht und fleucht es hier nur ohne Eintritt. Fische, Reptilien, Kanninchen, Mäuse und anderes Krabbel-und Schwimmzeugs in schillernden Farben oder getarnt zum Such- und Find-mich-Spielen. Bildchen mit Name und Beschreibung steht ja netterweise immer vorm Guckfenster.

Antispielplatz Baumarkt

Drittes Abenteuer: Pflanzen

Da gerade Gartensaison ist, wir aber ohne Garten sind *schnief*, gehen wir in der Kräuterabteilung a.l.l.e Kräuter durch und schnüffeln, ob die Cola-Minze wirklich nach Cola riecht. Das echte Minze ganz anders aussieht, Salbei ein bisschen haarig ist und manche Kräuter sogar kleine Blümchen haben. Beim Sohnemann muss ich aufpassen, dass er nicht wahlweise reinschlabbert oder raubtiermäßig abbeisst. Der Gierige. Weiter geht´s zum Rosenschnüffeln, Sonnenblumen gucken und generell alle verrückten Namen aussprechen üben: Rhododendron, Nemesis und Alpenveilchen um nur ein paar Beispiele zu demonstrieren. Neben der Glühbirne macht es sich die ein oder andere Balkonblume bequem, ist so kuschlig im Kindergefährt. Ein reines Harmoniekonsummonster, das einfach alles verschlingt, was so daher kommt.

Wir haben das Baumarkt-Erlebnis vormittags abgefrühstückt und am Nachmittag dann geschaut, wie die gekauften Balkonpflanzen ohne Topf aussehen. Was denn Wurzeln sind, wofür die gebraucht werden usw. und haben dann den Balkon begrünt und Samen gesät, danach natürlich Regen für die Pflanzen gespielt. Voller Erde und happy sind anschließend alle in der Badewanne schwimmen gegangen. Viiiiiiel gelernt, einen Tag voller Abenteuer erlebt und ich habe wieder Licht im Bad.

 

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12 Gedanken zu “Bester Spielplatz der Stadt: Teil 3 – Der Baumarkt

  1. Meine Kinder lieben es auch, im Baumarkt die Fische zu beobachten. Bei uns ist praktischerweise gleich noch eine Zoohandlung daneben. Doppelt gut!
    Allerdings gibt es regelmäßig Streit, wer das Auto fahren darf. Ich muss dann immer die Zeit stoppen, und nach drei Minuten wird gewechselt!

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  2. Da wäre man doch glattweg gern mal wieder ein kleines Kind, um in einem solchen Gefährt von der Mama von A nach B gefahren zu werden und dabei die tollsten Erlebnisse zu haben 👍😀☺️ Von meinem iPhone gesendet

    >

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    1. Ja das habe ich neulich schon mal versucht. Ich als maximal ehrliche Haut sagte allerdings, dass sie erst in ein paar Wochen drei wird. Düdüüüüm. Aus rechtlichen Gründen darf im IKEA Smaland kein Kind unter drei und wenn es nur ein Tag ist rein. Schon richtig, für den Moment war es aber doof, weil Malea natürlich unbedingt in den Bällen spielen wollte, ich hatte ihr davon ja bereits Stunden vorher vorgeschwärmt.

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