Wasser und Donuts

Uff. Welch ein Tag. Und den ganzen Tag musste ich so, so, so dringend pinkeln. Unverschämt, dass die tausendschaften von Hunden hier überall hinmachen dürfen und ich nicht.

Wieder ein herrlicher Sommertag. Kurze Sachen und Slipper an, Flip Flops als kalifornische Ausrüstung immer mit dabei. Autoerledigungen! Das Familienjeepmobil ist vielleicht heute den letzten Tag im Einsatz. Wasser abfüllen! Mit dem Auto ein wenig komfortabler als so den Berg hoch zu müssen, wobei die Buggyvariante mit zwei kids unkomplizierter ist:

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Mit dem Auto stelle ich mich dann nahe dem Abfüllautomaten auf den Behindertenparkplatz, lasse beide verbotenerweise im Kindersitz und springe zwischen Auto und Abfüllautomat hin und her, Kinder und Wasser im Blick behaltend. Buggy oder Auto, alles komplizierter als den Wasserhahn aufdrehen und das Glas drunter halten.

Tschaka, abgefülltes Wasser im Kofferraum, erledigt. Jetzt günstig Klamotten kaufen bei Ross dress for less. Bin Richtung Südwesten gefahren, Daly City. Im Ross in Frisco kann ich nicht parken und das war neulich die absolute Menschenhölle mit meinen zwei Penns dort. Außerdem ist Krispy Kreme in Daly City. Drei unschlagbare Argumente für exakt diesen Ross.

Eine Stunde später bin ich freudestrahlend mit einer großen Tüte zurück in die Sonne getreten. Komplett erfolgreich und v.a. stressfrei für alle eingekauft! Malea musste ich nur diese goldenen Designerschuhe (für schlappe 21$) von Michael Kors ausreden. Michael Kors für ’nen Zwanni! Trotzdem sind die in Deutschland jetzt einfach zu kalt.
Meine Kinder erlaubten mir tatsächlich, ganz brav wie sie sind, in die Kabine zu gehen. Ich habe dort auch verschiedenes Anprobieren dürfen und wurde von Modefachfrau Malea, Geschmack hatte sie bereits bewiesen, beraten. Gut beraten, ich habe wirklich nur das gekauft, was sie sagte.
Drei Minuten Autofahrt und wir stehen wieder im Drive Thru von Krispy Kreme. Malea macht schon Mittagsschlaf, deshalb leider wieder nur Drive Thru. Ich habe es kein einziges Mal in den Laden geschafft. Ich kenne nur draußen das Plakat mit den Lautsprechern für meine Bestellungen. Dabei hat mir Reiner doch von einem Fluss aus Fett berichtet, in dem die Donuts auf der einen Seite roh hineinplumpsen, dann quer durch den Raum schwimmen und auf der anderen Seite frischfettig herausgefischt und in meine Kiste gepackt werden. Darüber denke ich gerade noch nach und dann – ES IST NICHT ZU GLAUBEN – es ist mein Glückstag!!!
Im Drive Thru steht dieses Schild:
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Juhu es ist Dienstag! Ich bestelle und bezahle ein Dutzend Donuts und bekomme zwei Dutzend! Beim Aushändigen meiner 24 Donuts (man kann auch einfach nur in Amerika mit einer Selbstverständlichkeit 24 Donuts für den eigenen Bedarf kaufen, ich überlegte sogar ernsthaft kurz, ob ich nicht gleich 48 Stück mitnehme)… jedenfalls beim Aushändigen meiner großen Tüte wollte mir die Dame erst zwei Dutzend berechnen. Tststsss, also ich musste brav für die Tonaufnahme oder was weiß ich, sagen, dass ich extra wegen diesem dienstags Angebot gekommen bin. Natürlich bin ich das!
Wasser und Donuts und sogar das Klamottenshopping sind bereits erledigt. Zeit für eine Mittagspause. Die M’s fahren durch den so schönen Vorort von San Francisco Richtung Ozean: Haus an Haus, quadratischer Vorgartenrasen an quadratischem Vorgartenrasen.
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Auf dem Vorgartenrasen liegen wie bei Susi und Strolch die gerollten Zeitungen, vermutlich von einem Fahrradjungen ausgeworfen. Ich hatte mal ein Gameboyspiel, da war ich als Spieler der Fahrradfahrer und habe Zeitungsrollen in genau solche Vorgärten geworfen. Wirklich sehr hübsch hier, wie im Fernsehen und Gameboy eben.
Erst auf der Klippe Mittagessen.
Dann wacht Malea auf und fordert den sofortigen Aufbruch zum Strand. Wir entdecken den Esplanade Beach! Traumhaft schön! Wir schmeißen die Schuhe von uns und laufen auf dem weichen Sand. Fast nix los, vereinzelt Menschen, ein paar Hunde, wie überall in Kalifornien, Sonne, der Sand ist warm, wir sind glücklich, Malea stürzt sich quasi mit einem Kopfsprung in den Sand und ist in ihrem Element. So ist das idyllische zauberhafte kalifornische Leben. Ich bereite unsere Kangas (diese grünen gemusterten afrikanischen allround-Tücher) aus und lege Milan ab. Er stürzt sich ebenfalls begeistert quasi mit einem Kopfsprung in den Sand, ich richte uns ein Nest her, knipse ein Foto von dieser Schönheit.
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Und genau jetzt, bei diesem Foto, trete ich mit meinem rechten nackten Fuß in einen mit Sand krokettierten und so getarnten Hundescheißhaufen. An der nackten Fußsohle ist es nun keine Krokette mehr, sondern eindeutig Hundescheiße.
Was will mir Kalifornien nun damit sagen?
Naja, es war ein herrlicher Sommertag, der noch mit dem letzten Costco-Besuch und 24 Donuts gekrönt wurde!

 

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5 Gedanken zu “Wasser und Donuts

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